Geissentrekking/-hiking2020

Meine Lieben, die Natur geht ihren Weg und befindet sich keinesfalls in einem Lockdown. Im Gegenteil, der milde Frühling hat dafür gesorgt, dass die Natur zügig vorwärts kam und der Regen der letzten Tage hat die Trockenheit etwas gemildert und die Matten erblühen lassen. Beste Voraussetzungen also um dem Corona-Dilemma zu entfliehen und mal etwas ganz anderes zu tun.


Halb- und Eintägige Trekkings und Wanderungen mit den Geissen sind aktuell mit max. 4 Personen möglich. Mehrtägige Touren mit Übernachtung in Massenlagern sind zur Zeit (noch) nicht möglich.

Die Geissen freuen sich über jeden Ausflug und die zwei Youngsters, Lisi und Loti, sorgen zusätzlich für Unterhaltung.

Details zu den Touren findest du hier

Der Geissbock Lionel

Salü meine Lieben, mein Name ist Lionel. Ich bin ein Geissbock und schon ein Jahr alt. Ich wohne zusammen mit Gorgo, Anna, Shayenne, Samantha, Carla, Diana und seit Februar noch Lisi und Loti in Betten-Dorf unterhalb der Bettmeralp.. Im Moment sind wir noch im im Winterstall aber wir gehen in den nächsten Tagen auf die Sommerweide. Ich freue mich riesig endlich wieder auf die Sommerweide zu gehen. Da hat es viel mehr Platz zum herumtoben und spielen.

Wenn der Sommer kommt gehen wir wieder trekken und wandern, mit Menschen. Auch die Kinder vom Gletschi-Program kommen uns dann wieder besuchen.

Damit ihr nicht bis Sommer warten müsst um uns zu treffen werde ich euch regelmässig über mich und meine Freunde berichten.

Loti und Lisi

Die eigensinnige Carla Bruni musste im Spetember des letzten Jahres ja unbedingt aus dem Gehege ausbüchsen um ihren Liebhaber unterhalb der Alp zu treffen und jetzt haben wir den Salat – 2 kleine Carlas.
Lisi (links) und Loti (rechts) kamen am 7. Februar zur Welt. Man kann die Zwei gut untrscheiden, Lisi hat keine und Loti ein Zöttelchen am Hals. Manchmal ist es noch lustig mit ihnen zu spielen, aber manchmal nerven sie mich auch. Sind halt noch richtige Babys, trinken auch noch Milch bei der Mama und wenn die mal nicht zu sehen ist bäggen sie ihr nach – Bäääähh, Bääähhh.

Diana

Diana ist meine engste Freundin. Ich kenne sie schon seit meiner Geburt und bin mit ihr und Samantha zusammen nach Betten gekommen. Ich knuffe sie auch ab und zu, aber wir Geissen sind halt so. Ist nicht böse gemeint.

Diana ist eigentlich immer guter Laune und hat ausser fressen nur Flausen im Kopf. Sie muss immer irgendwo raufklettern oder sich durchzwängen. Mit ihr wird es nie langweilig.

Siehst du, immer klettert sie irgendwo rauf.

Gorgo

Gorgo ist 2 Jahre älter als ich und ist schon richtig gross. Mit ihm ist es lustig auf der Weide herum zu springen. Er kann grosse Sprünge machen oder ich renne mit ihm um die Wette. Manchmal fordere ich ihn etwas heraus und wir machen kleine Kämpfe aber er gewinnt immer weil er schon so gross ist. Aber ich werde schon bald auch so gross sein und so schöne, lange Hörner haben. Er lässt sich, wie ich, gerne von Menschen knuddeln.

Oh, da kommt der Hirte.

Er heisst Renato. Der knuddelt mich machmal als wäre ich noch ein Baby, aber ich habe es irgendwie noch ganz gern, nur manchmal natürlich.
Aber jetzt will er das wir uns bereit machen um auf die Sommerweide zu ziehen.

Also, ich mache Schluss für heute. In ein paar Tagen werde ich euch schreiben wie es auf der Sommerweide ist.

Bis bald, euer Lionel

Lisi + Loti

Mama Carla Bruni

Tja die Carla Bruni, eigensinnig wie sie ist, ist sie am 15. September 2019 klammheimlich ausgebüxt um ihren Liebhaber unterhalb der Bettmeralp zu treffen. Wenig verwunderlich, das diese Liaison nicht ohne Folgen blieb … Wie man Anfangs Januar deutlich sehen kann.


Die Folgen haben Namen – Lisi + Loti – und haben am Freitag den 7. Februar 2020 das Licht der Welt erblickt.

Lisi mit Loti und Mama (Mähmäh)


Unterscheiden lassen sich die beiden gut, Loti hat nur ein Zötteli und Lisi hat ganz darauf verzichtet.

Da kann sich Anna nur wundern. Die zwei sausen herum und sind putzmunter.

Der erste Ausflug … War schon eine kleine Wanderung.

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Riederfurka

Gestern habe ich mich mit den Geissen auf die Riederfurka gewagt. Rund 16 km und 1700 Höhenmeter lagen vor uns. Wie immer starteten wir spät, 10:00 Uhr, und waren uns nicht ganz sicher das etwas ambitionierte Ziel auch wirklich zu erreichen. Der Start war wie immer eher etwas langsam und es bildeten sich die 2 bekannten Gruppen. Einerseits Shayenne, Gorgo und Carla Bruni in Front und mit etwas Abstand Anna, Samantha, Diana und Lionel. Die 2. Gruppe verblieb immer etwas länger an den Büschen entlang des Weges um sich die Bäuche vollzuschlagen.

Erster Halt beim hochalpinen Fussballplatz auf dem Weg zur Golmenegg. Wobei der Halt für die Geissen einfach eine weitere Futterpause ist. Unglaublich welche Futtermengen die in sich reinstopfen können. Natürlich wandern nur die edelsten Blätter, Halme, Blüten etc. in ihre Mägen.

Freundlich und neugierig begrüssen uns Anitas Eschu. Wir werden ihnen später, auf dem Heimweg, noch näher begegnen …

Mutterseelenallein liegt dieses Bijou auf einer Lichtung hoch über dem Tal der Rottu.

Mittlerweile bin ich mir absolut sicher das auch Geissen Aussicht geniessen können. Immer wieder halten sie an Orten wo es nichts zu fressen gibt, dafür eine fantastische Fernsicht bietet.

Endlich auf der Golmenegg angekommem. Eigentlich war der Halt zum rasten gedacht. Die Kletterkünstlerin Diana hat da aber ganz andere Ideen …

Von der Golmenegg führte der Weg weiter nach Riederalp. Leider gibt es dazu keine/wenig Bilder. Durch all die vielen Touristen und vorbei an liebevoll gepflegten Gärten und Blumenkisten erfordert etwas Konzentration meinerseits. Ein Schwätzchen geht gar nicht, die Geissen entdecken sofort ein Gärtchen, Blumenkistchen oder wollen den Konsum mal von innen sehen.

Das Tagesziel ist fast erreicht. Kurz vor 15:00 Uhr erreichen wir die Riederfurka. Das sympathische Restaurant “Riederfurka” lockt mit Erfrischungen aber eine Annäherung ist mit den munteren Geissen nicht möglich. Der Rosmarin auf den Tischen lockt zum Fressen und Diana und Lionel machen sich einen Spass daraus das Dach des Grills zu erklimmen und als Rutschbahn zu benutzen.

Der Ausblick ist schlicht umwerfend …

Auch Shayenne scheint beeindruckt von dieser herrlichen Bergwelt.

Ein letzter, kurzer Aufstieg zur Villa Kunterbunt. Eigentlich Villa Cassel (https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Cassel), gehört heute dem Verein “Pro Natura” und dieses Jahr wegen Renovation geschlossen.

Der kleine Gupf ist das Riederhorn. Darum herum führt ein Wanderweg welcher vor allem auf der Westseite einen fantastischen Ausblick auf den Aletsch-Gletscher bietet. Aus Zeitgründen mussten wir aber davon absehen.

Um 17:00 Uhr machetn wir uns auf den Rückweg, wieder via Riederalp, Golmenegg …

Die quirlige Diana in Aktion …

Da wir Talwärts den direkteren (steileren) Weg nahmen, führte uns dieser durch die Weide der Eschu. Lauthals und mit Bocksprüngen wurden wir begrüsst. Was den Geissen aber eher etwas suspekt vorkam … Das Törli zum verlassen der Weide absolvierten sie im Galopp.

Ankunft in Goppisberg um 19:20 Uhr. Also schon fast zuhause. In Goppisberg gibts eine Besenbeiz. Eigentlich wollte ich mir noch einen sauren Moscht (Möhl natürlich) und ein Biberli genehmigen. Musste die Pause aber abbrechen weil die Geissen die Blumen auf dem Dorfplatz zum fressen gern hatten.

Learning-Bits

  • Eigentlich eine 2 Tages Tour mit Übernachtung und Raclette a discretion im Rest. Riederfurka
  • Den Rundweg ums Riederhorn am 2. Tag geniessen und via Erlebnispfad und Blausee zur Bettmeralp und von da nach Hause (Betten)
  • Ich brauche einen Falteimer, dringend, um die Geissen zu tränken
  • Meine Nikon D300 SLR ist zu schwer um nur einmal ausgepackt zu werden um 3 Fotos zu schiessen …

Resumée

Einfach fantastisch, aber eben eher ein 2-Täger

Hörner

Aus reiner Profitgier und unter dem Mantel der Verletzung der Tiere untereinander und der Gefahr von Verletzungen gegenüber Menschen werden Kühe und Ziegen enthornt.

Um die Würde der Tiere zu gewährleisten muss die Hornkuh-Initiative an der Urne am 25.11.2018 ein deutliches JA erhalten.

Für mehr Informationen: https://www.facebook.com/groups/396055957170616/

Winterstall

Mein erster Bättmer-Sommer neigt sich dem Ende zu, heute morgen lag bereits der erste Schnee. Zum Glück sind die Geissen bereits am Freitag in den Winterstall gezügelt. 

Sonnige Lage, direkt neben der Luftseilbahn 🙂

Last minute musste ich den Plan, die Geissen auf Chummulti zu überwintern, vergessen. Zu kompliziert wäre der Transport des Heus geworden und zu, hmm, umständlich, der tägliche Weg zu den Geissen. Wie auch immer, das Heu ist gebunkert, d’Rasselbandi gezügelt und hoffentlich gut gezäunt.

… Schon ist’s Ende Februar und es war bisher ein zahmer Winter mit wenig Schnee hier im Dorf. Fast während des ganzen Februars lagen die Tagestemperaturen weit über Null Grad. So langsam verschwindet der Schnee im Dorf komplett. Der Winterstall hat sich bestens bewährt und das Heu sollte reichen. Zur Lichmesse (1. Februar Wochenende) sollte man bei 50% angelangt sein. Das schaut gut aus. Aber es kommt sicher nochmal etwas Winter. Wenn alles gut läuft, sollten die Geissen Ende März / Anfang April wieder auf Sommerweide können. Bis diese aber bereit ist, braucht es noch einiges an Aufwand. Aber das ist eine andere Geschichte …
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