Gorner Alpa

Letzte Änderung: 10. Mai 2021

ABGESAGT! Grund: Die Alp wird grösszügig eingezäunt und neben Mutterkühen sind auch Stiere dabei!

Neues Ziel: Tunetschalp!

Bezüglich des Namens herrscht keine Eindeutigkeit. Auf der Karte: Gorner Alpa, im Dorf: dreiviertel Alpa und nach neuesten Erkenntnissen: Bischmer Alpa …

Seit ich in Betten wohne, sehe ich vis a vis am Fuss des Bättlihorns die Gorner Alpa*. Offenbar wird die Alp im Sommer für eine Handvoll Mütterkühe, so genannte “Süger” genutzt . Die herrliche Alp liegt auf einer Höhe von rund 1700m. am Fuss des Bättlihorns (2951m). Dank der einmaligen Lage ist die Alp bis in die späten Abendstunden von der Sonne verwöhnt.

Die einsame Alp liegt auf einem Rücken zwischen dem Gifisch- und dem Bättligrabes. Je nach Karte gibt es via Bättligrabe einen Weg zu der NO gelegenen Flüe auf 1600m (Unner und Ober). Das wäre eine Variante für den 3. Tag …

Die Distanz beträgt ca. 8-10km, ist also nicht wirklich gross. Allerdings fallen am ersten Tag ca. 1200 Höhenmeter an (400 embri und 800 embrüf).


*Nach intensiver Recherche heisst die Alp nur auf der Karte “Gorner Alpa”. Hier wird sie Bischmer Alpa genannt.

Tourplan
1. Tag
Start in Betten – Abstieg nach Betten-Talstation – Überquerung Hauptstrasse/Gleise MGB* Vogelturm – Bister – Aufstieg nach Nasibord – Gorner Alpa
Distanz: ca. 8-10Km
2. Tag
Faulenzen, Aussicht geniessen, Gorner Alpa erkunden …
3. Tag
Via Bättligrabe auf die unneri Flüe (1560m)
Distanz: ca 2-3km, Flüe erkunden

4. Tag
Gegen Mittag: Abstieg nach Betten-Talstation und Aufstieg nach Betten
Start: 25.06.2021 08:00 Uhr in Betten (Chummulti)
Ende: 28.06.2021 ca. 18:00 Uhr in Betten (Chummulti)

Nur bei guter Witterung!
Verschiebedatum 1) 2.-5.Juli 2021, 2) 9.-12. Juli 2021

Das Bild rechts entstand am 27. April 2021 und obwohl auf unserer Talseite und in dieser Höhe schön Frühling ist, liegt auf der Gorner, pardon, dreiviertel, ähm, nein, Bischmer Alpa immer noch Schnee. In den letzten 2 Wochen wurde intensiv Fallholz mit dem Helikopter aus dem Bannwald unterhalb der Alp geräumt, hoffentlich um die Wege zu räumen. Von Bister bis zur Alp gilt es 600 Höhenmeter zu bewältigen, ca. 400 bis zum Nasibord (der weisse Fleck, rechts unterhalb). Der Aufstieg befindet sich allerdings im Wald und ist deshalb schön im Schatten.

Programm

Wer mich und meine Geissen kennt, weiss, dass mein Verhältnis zu Programmen sehr flexibel ist. Die gewählten Wege sind je nach Karte unterschiedlich verzeichnet. Will heissen – mer müend dänn halt luegä. Auch die Passage zur Flüe ist nicht in allen Karten gleich vermerkt. Naja, etwas Abenteuer darf schon sein.

1. Tag

Der Abstieg nach Betten-Talstation (814m) ist steil, dafür in kurzer Zeit zu bewältigen. Unten angekommen koordinieren wir die Überquerung der Geleise direkt mit der MGB. Queren der Kantonsstrasse oder alternativ durchs Parkhaus und über die Passerelle. Ennet den Gleisen – Vogelture- ist ein leichter Aufstieg bis Bister (1060m) wo wir uns und den Geissen eine Rast gönnen. Danach erfolgt der Austieg nach Nasibord (1540m). Danach nochmals rund 100m embrüf bis zum Kreuz auf der dreiviertel (Gorner) Alpa.Biwak einrichten und geniessen.

2. Tag

Faulenzen, geniessen, Geissen weiden lassen und die Alpa entdecken/erkunden.

3. Tag

Gemütlich den Tag angehen, packen und verschieben via Bättligrabe zur unner/ober Flüe. Biwak einrichten, geniessen und die Alp erkunden.

4. Tag

Gemütlich in den Tag starten, packen und die Rückreise antreten. Ich schätze wir haben 2-3h für den Abstieg und nochmals soviel für den Aufstieg nach Betten. Für diesen Aufstieg gäbe es eine weniger steile Variante via Bister – Breiten – Filet nach Betten.

Impressionen

Die dreiviertel (Gorner) Alpa unterhalb des Bättlihorn im Januar 2021
Ja genau, der kleine weisse Fleck links des Bättligrabe ist die Flüe.
Ansicht von der Bettmeralp aus. Links oberi und unneri Flüe.
Gorner/dreiviertel/Bischmer Alpa von der Bettmeralp aus.

Die Leichtigkeit des Seins

Der Preis um so eine einmalige, naturbelassene Alp geniessen zu können, besteht darin, sie erstmal zu erklimmen. Aber einmal oben angekommen geht es ums geniessen, sich zu entspannen und die Kraft der Natur direkt in sich aufnehmen zu können.
Ihr werdet schnell hrausfinden, dass auch die Geissen geniessen können. Sie finden nicht nur ein einmaliges Futterangebot sondern können sich frei bewegen und chillen. Für die Geissen gehört ihr schon nach wenigen Stunden zur Gruppe in die ihr von ihnen integriert werden. Sie werden sich Nachts um uns herum hinlegen. Da für sie die Umgebung ebenfalls unbekannt ist, suchen sie unsere Nähe im Dunkeln
Um optimal gerüstet zu sein – stellt euch einfach den Tagesablauf vor – laufen, rasten, ruhen, hirten, chillen – und wie ihr im Biwak gerne den Abend am Lagerfeuer verbringen möchtet. Auf den angestrebten Höhen herrschen Nachts moderate Temperaturen und wir suchen natürlich entsprechende Plätze auf. Wellness für Mensch und Tier haben oberste Priorität.

Briefing und packen der Packtaschen

Ich würde es sehr begrüssen, wenn sich alle Beteiligten am Vorabend zu einem Briefing sowie zum packen der Packtaschen treffen können. Wir müssen das Material welches die Geissen tragen auf 4 Packtaschen (2 x 3.5kg* und 2 x 2.5kg**) verteilen. Es ist unabdingbar, dass die Packtaschen ein Gleichgewicht bilden da sie sonst schief hängen und der Packsattel ständig rutscht. Ihr könnt im Vorfeld einzelne Pakete machen und diese wiegen.
Packmass für die Taschen: 43x20x38cm ( LxBxH).
Ich halte es so, dass Gorgo das Material fürs Biwak trägt, Anna Verschiedens und Food.
*Gorgo maximal 7-8kg
**Anna maximal 5-6kg

Tipps, Tricks, Dies & Das

WetterTouren > 2 Tage bedingen eine stabile Hochdrucklage möglichst ohne Gewitterneigung. Bei starkem Regen laufen die Geissen ganz einfach nicht, sondern suchen Schutz.
AusrüstungEine kleine Säge und eine Axt habe ich, bzw. die Geissen im Gepäck. Ein Taschenmesser gehört doch sowieso dazu. Es ist generell eine gute Idee ein paar Leinen (3 oder 4mm) dabei zu haben. Einen kleinen Kocher mit Ersatzpatrone sowie eine kleine Pfanne habe ich ebenfalls dabei. Sowie einen kleinen Grill
BiwakSchlafsck: Bei Höhen unter 2000m und im Sommer reicht ein leichter Schlafsack bis 8°C. Evtl. mit einer Seideneinlage. Für Höhen um 2000-2200m ein Modell bis -1°C. Da wir nicht auf nacktem Fels liegen, lässt sich eine Unterlage aus Gras oder Heu, Laub basteln.
Taunässe ist unangenehm und bedingt evtl. dass wir einen Unterstand finden/bauen. Ich benutze ein 3x3m grosses und sehr leichtes Tarp welches sich auch zwischen Bäumen aufspannen lässt.
FoodIch habe Anfangs immer eher zu viel zu Essen dabei gehabt und entsprechend wieder nach Hause getragen. Pro Kopf und Tag rechnet man min ca. 1kg. Eine gute Lösung und sehr leicht und platzsparend zu tarnsportieren ist gefriergetrocknete Instantnahrung. Etwas Käse und Wurst, ein paar Biskuits oder ein Müesliriegel während des Tages reichen meist. Am Abend etwas über dem Feuer oder auf dem Grill zu bräteln ist aber auch eine gute Idee.
BekleidungGutes Schuhwerk (Berg- oder Trekkingschuhe), Regenschutz, Ersatzunterwäsche, -socken. Die Kleidung sollte am Abend im Biwack gewechselt werden können (Trainer). Ich trage im Biwak gerne Crocs weil die leicht und bequem sind. Ein warmer Pulli/Fleecejacke für am Abend ist empfehlenswert. Waschzeug & Zahnbürste.
FeuerNatürlich ist unser Ziel den Abend an einem gemütlichen Lagerfeuer zu verbringen. Allerdings herrscht im Wallis oft Waldbrandgefahr und somit ist ein offenes Feuer nicht möglich. Wir werden dies im Vorfeld abklären und schlimmstenfalls das Grillgut samt Grill zu Hausse lassen.
EnergieFür Smartphones, Kameras etc. muss uns eine Powerbank über die Runden helfen. Wir sind i.A. weit weg von Steckdosen. Tipp: Handy in Stromspar- oder Flugmodus setzen. Müsst ihr erreichbar sein, Zeitfenster definieren wann ihr das seid.
Die kleinen und grossen GeschäfteDie kleinen sind ja nicht das Problem. Fürs grosse graben wir eine Vertiefung die wir am Schluss wieder zudecken. Toilettenpapier gehört nicht in die Natur. Kann auch verbrannt werden. Toilettenpapier oder Papier-Taschentücher nicht vergessen.
SonstigesGenerell gilt - weniger ist mehr. Die Geissen können uns zwar ca. 15-20kg abnehmen. Das heisst aber nicht, dass wir alles mögliche durch die Alpen schleppen (lassen).

Bei Interesse: Email an gorneralpa@chummulti.ch

Chind und Geissä / Kids’n goates

Im Rahmen des Gletschi Programmes besuchen die Kinder die Geissen auf ihrer Weide in Betten. Von hier aus starten wir mit unserem Spazier-/Weidegang.

Als ich dieses Programm mit den Gletschi-Kids startete war ich etwas skeptisch weil meine Geissen doch recht ungestüm sein können. Nicht aggressiv, aber halt schon ein wilder Haufen. Umso erstaunter war ich als ich feststellte, dass die Geissen ruhiger werden wenn die Kinder da sind, auf eine, ihre, Art rücksichtsvoll.
Letztes Jahr, wir sassen in der Runde und Corinne, Leiterin der Gletschi-Kids, erzählte gerade die Geschichte von “Charlie dem stinkenden Geissbock” legte sich Gorgo mit in die Runde. Gorgo ist der Grösste der Geissengruppe und überragt die meisten der Kinder. Mit seinen langen Hörnern macht er schon ordentlich Eindruck, er ist aber eher ein Schmusebärchen. Nach einer Weile erhob sich Gorgo um die Runde zu verlassen. Da er nicht rückwärts laufen wollte, entschied er sich dazu über Corinne hinwegzusteigen. Langsam und mit viel Feingefühl, ohne auf Corinne draufzutreten, lief er einfach über sie hinweg. Er hätte ja auch einfach über ein Kind laufen können. Die wären kleiner gewesen, aber er entschied sich für die erwachsene Corinne.
Später in der Saison entschlossen wir uns, mit den Geissen einen Weide-Spaziergang zu machen weil uns das sinnvoller erschien. Es hat immer Kinder dabei die etwas Angst vor den Geissen haben oder sich in der Weide schnell mal langweilen.

Ein weiteres eindrückliches Erlebnis dafür, dass Geissen sogar Empathie entwicklen können:
Mit 2 Müttern und einer Horde Kinder waren wir, ebenfalls bei einem Weide-Spaziergang, unterwegs oberhalb von Betten. Einer der Jungs hatte einen Ast gefunden und benutzte diesen als Hirtenstock. Ein Mädchen fragte den Jungen, ob sie den Stock einmal ausleihen dürfe. Er übergab seinen Hirtenstock. In der Folge fuchtelte das Mädchen etwas unglücklich mit dem Stock herum und traf den Jungen dabei am Arm was ihm offenbar weh tat und er laut schreiend zu seiner Mutter rannte. Dem Mädchen tat es unendlich leid, dass sie ohne Absicht dem Jungen Schmerz zugefügt hatte. Sie lief dann leise weinend, schniefend und tief betrübt weiter. Sofort gesellten sich Lionel und Diana zu ihr, nahmen sie in die Mitte und spazierten mit ihr weiter. Sie wichen erst von ihrer Seite als sie nicht mehr weinte.

So unzimperlich die Geissen manchmal untereinander sind, sobald man mit ihnen unterwegs ist legen sie ein recht feinfühliges Wesen an den Tag. Speziell im Umgang mit Kindern. Klar gibt es auch immer wieder mal Kinder die mögen die Gesellschaft der Geissen nicht besonders, sind halt keine Kuscheltiere in dem Sinne. Aber sogar das begreifen die Geissen relativ schnell und lassen die Kinder in der Folge in Ruhe.
Ein paar wenige Kinder hatten auch schon Erfahrungen mit den Hörnern gemacht. Die natürliche Abwehrreaktion der Geissen ist halt mit dem Kopf, und demzufolge mit den Hörnern. Aus Sicht der Geiss ist das eine sanfte Abwehr, die Bewegung erfolgt auch sehr langsam, nicht ein Hornstoss und schon gar kein Angriff.

Geissen und Kinder verstehen sich bestens. So mein Fazit nach zwei Sommern und anfänglichen Bedenken. Begegnen sich beide mit Respekt und Liebe wird daraus jedes mal ein unvergessliches Erlebnis.
Steht ein Kind unter einem Baum mit herrlichen Blättern kommt garantiert eine Geiss daher, schaut zu dem verführerischen Ast hoch und abwechselnd zu dem Kinde um zu sagen “Bitte biege den Ast herunter damit ich die Blätter fressen kann”. Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht wird die Geiss das Kind sofort ins Herz schliessen.

Unterwegs mit Geissen 2021

Der Winter ist zu Ende zu und seit Mai läuft die neue Saison. Die Trekkings für 2021 findest du hier.
Jeden Mittwoch (05.05.2021-27.10.2021) machen wir von 09:00 – ca. 13:00 einen Spaziergang mit den Geissen oberhalb des Dorfes Betten. Ein Erlebnis für jung und alt.

Auf mehrtägigen Touren werden wir unter freiem Sternenhimmel und an lauschigen Plätzen biwakieren Die Touren werden individuell zusammengestellt. Mögliche Plätze zum biwakieren finden sich rundum auf Höhen zwischen 1400 bis 2100 MüM.
Touren von 3-4 Tagen sind zur Zeit in Planung. Die geplanten Touren (Bischmer-Alpa, Tunetschalp, Flüe) sind nicht möglich!

Ich und meine Geissen freuen uns auf eine (ent)spannende Saison mit vielen interessanten Touren und herrlichen, kleineren und grösseren Menschen.

Geissen – Spaziergang

Ab Mai bis Oktober jeden Mittwoch jeweils von 09:00 – ca. 13:00 machen wir mit den Geissen einen gemütlichen Spaziergang in der Umgebung oberhalb/um Betten.

Wir haben ein sehr gemütliches Marschtempo mit einigen Pausen. Somit ist die Tour auch für jüngere Kinder geeignet.

Treffpunkt: 09:00 Uhr bei der Seilbahnstation Betten-Dorf
Dauer:: ca. 3-4 Stunden, spazieren in gemütlichem Tempo (Höhendifferenz +/-100m)
Ausrüstung: Wanderschuhe, lange Hosen, etwas zum Essen und Trinken
Preise: Erwachsene Fr. 30 / Kinder Fr. 15
Anmeldung: bis 24h im Voraus um 17:00 Uhr | Renato Testa | +41 78 860 61 76 | info@geissen-trekking.ch

Der Geissbock Lionel

Salü meine Lieben, mein Name ist Lionel. Ich bin ein Geissbock und schon ein Jahr alt. Ich wohne zusammen mit Gorgo, Anna, Shayenne, Samantha, Carla, Diana und seit Februar noch Lisi und Loti in Betten-Dorf unterhalb der Bettmeralp.. Im Moment sind wir noch im im Winterstall aber wir gehen in den nächsten Tagen auf die Sommerweide. Ich freue mich riesig endlich wieder auf die Sommerweide zu gehen. Da hat es viel mehr Platz zum herumtoben und spielen.

Wenn der Sommer kommt gehen wir wieder trekken und wandern, mit Menschen. Auch die Kinder vom Gletschi-Program kommen uns dann wieder besuchen.

Damit ihr nicht bis Sommer warten müsst um uns zu treffen werde ich euch regelmässig über mich und meine Freunde berichten.

Loti und Lisi

Die eigensinnige Carla Bruni musste im Spetember des letzten Jahres ja unbedingt aus dem Gehege ausbüchsen um ihren Liebhaber unterhalb der Alp zu treffen und jetzt haben wir den Salat – 2 kleine Carlas.
Lisi (links) und Loti (rechts) kamen am 7. Februar zur Welt. Man kann die Zwei gut untrscheiden, Lisi hat keine und Loti ein Zöttelchen am Hals. Manchmal ist es noch lustig mit ihnen zu spielen, aber manchmal nerven sie mich auch. Sind halt noch richtige Babys, trinken auch noch Milch bei der Mama und wenn die mal nicht zu sehen ist bäggen sie ihr nach – Bäääähh, Bääähhh.

Diana

Diana ist meine engste Freundin. Ich kenne sie schon seit meiner Geburt und bin mit ihr und Samantha zusammen nach Betten gekommen. Ich knuffe sie auch ab und zu, aber wir Geissen sind halt so. Ist nicht böse gemeint.

Diana ist eigentlich immer guter Laune und hat ausser fressen nur Flausen im Kopf. Sie muss immer irgendwo raufklettern oder sich durchzwängen. Mit ihr wird es nie langweilig.

Siehst du, immer klettert sie irgendwo rauf.

Gorgo

Gorgo ist 2 Jahre älter als ich und ist schon richtig gross. Mit ihm ist es lustig auf der Weide herum zu springen. Er kann grosse Sprünge machen oder ich renne mit ihm um die Wette. Manchmal fordere ich ihn etwas heraus und wir machen kleine Kämpfe aber er gewinnt immer weil er schon so gross ist. Aber ich werde schon bald auch so gross sein und so schöne, lange Hörner haben. Er lässt sich, wie ich, gerne von Menschen knuddeln.

Oh, da kommt der Hirte.

Er heisst Renato. Der knuddelt mich machmal als wäre ich noch ein Baby, aber ich habe es irgendwie noch ganz gern, nur manchmal natürlich.
Aber jetzt will er das wir uns bereit machen um auf die Sommerweide zu ziehen.

Also, ich mache Schluss für heute. In ein paar Tagen werde ich euch schreiben wie es auf der Sommerweide ist.

Bis bald, euer Lionel

Lisi + Loti

Mama Carla Bruni

Tja die Carla Bruni, eigensinnig wie sie ist, ist sie am 15. September 2019 klammheimlich ausgebüxt um ihren Liebhaber unterhalb der Bettmeralp zu treffen. Wenig verwunderlich, das diese Liaison nicht ohne Folgen blieb … Wie man Anfangs Januar deutlich sehen kann.


Die Folgen haben Namen – Lisi + Loti – und haben am Freitag den 7. Februar 2020 das Licht der Welt erblickt.

Lisi mit Loti und Mama (Mähmäh)


Unterscheiden lassen sich die beiden gut, Loti hat nur ein Zötteli und Lisi hat ganz darauf verzichtet.

Da kann sich Anna nur wundern. Die zwei sausen herum und sind putzmunter.

Der erste Ausflug … War schon eine kleine Wanderung.

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Riederfurka

Gestern habe ich mich mit den Geissen auf die Riederfurka gewagt. Rund 16 km und 1700 Höhenmeter lagen vor uns. Wie immer starteten wir spät, 10:00 Uhr, und waren uns nicht ganz sicher das etwas ambitionierte Ziel auch wirklich zu erreichen. Der Start war wie immer eher etwas langsam und es bildeten sich die 2 bekannten Gruppen. Einerseits Shayenne, Gorgo und Carla Bruni in Front und mit etwas Abstand Anna, Samantha, Diana und Lionel. Die 2. Gruppe verblieb immer etwas länger an den Büschen entlang des Weges um sich die Bäuche vollzuschlagen.

Erster Halt beim hochalpinen Fussballplatz auf dem Weg zur Golmenegg. Wobei der Halt für die Geissen einfach eine weitere Futterpause ist. Unglaublich welche Futtermengen die in sich reinstopfen können. Natürlich wandern nur die edelsten Blätter, Halme, Blüten etc. in ihre Mägen.

Freundlich und neugierig begrüssen uns Anitas Eschu. Wir werden ihnen später, auf dem Heimweg, noch näher begegnen …

Mutterseelenallein liegt dieses Bijou auf einer Lichtung hoch über dem Tal der Rottu.

Mittlerweile bin ich mir absolut sicher das auch Geissen Aussicht geniessen können. Immer wieder halten sie an Orten wo es nichts zu fressen gibt, dafür eine fantastische Fernsicht bietet.

Endlich auf der Golmenegg angekommem. Eigentlich war der Halt zum rasten gedacht. Die Kletterkünstlerin Diana hat da aber ganz andere Ideen …

Von der Golmenegg führte der Weg weiter nach Riederalp. Leider gibt es dazu keine/wenig Bilder. Durch all die vielen Touristen und vorbei an liebevoll gepflegten Gärten und Blumenkisten erfordert etwas Konzentration meinerseits. Ein Schwätzchen geht gar nicht, die Geissen entdecken sofort ein Gärtchen, Blumenkistchen oder wollen den Konsum mal von innen sehen.

Das Tagesziel ist fast erreicht. Kurz vor 15:00 Uhr erreichen wir die Riederfurka. Das sympathische Restaurant “Riederfurka” lockt mit Erfrischungen aber eine Annäherung ist mit den munteren Geissen nicht möglich. Der Rosmarin auf den Tischen lockt zum Fressen und Diana und Lionel machen sich einen Spass daraus das Dach des Grills zu erklimmen und als Rutschbahn zu benutzen.

Der Ausblick ist schlicht umwerfend …

Auch Shayenne scheint beeindruckt von dieser herrlichen Bergwelt.

Ein letzter, kurzer Aufstieg zur Villa Kunterbunt. Eigentlich Villa Cassel (https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Cassel), gehört heute dem Verein “Pro Natura” und dieses Jahr wegen Renovation geschlossen.

Der kleine Gupf ist das Riederhorn. Darum herum führt ein Wanderweg welcher vor allem auf der Westseite einen fantastischen Ausblick auf den Aletsch-Gletscher bietet. Aus Zeitgründen mussten wir aber davon absehen.

Um 17:00 Uhr machetn wir uns auf den Rückweg, wieder via Riederalp, Golmenegg …

Die quirlige Diana in Aktion …

Da wir Talwärts den direkteren (steileren) Weg nahmen, führte uns dieser durch die Weide der Eschu. Lauthals und mit Bocksprüngen wurden wir begrüsst. Was den Geissen aber eher etwas suspekt vorkam … Das Törli zum verlassen der Weide absolvierten sie im Galopp.

Ankunft in Goppisberg um 19:20 Uhr. Also schon fast zuhause. In Goppisberg gibts eine Besenbeiz. Eigentlich wollte ich mir noch einen sauren Moscht (Möhl natürlich) und ein Biberli genehmigen. Musste die Pause aber abbrechen weil die Geissen die Blumen auf dem Dorfplatz zum fressen gern hatten.

Learning-Bits

  • Eigentlich eine 2 Tages Tour mit Übernachtung und Raclette a discretion im Rest. Riederfurka
  • Den Rundweg ums Riederhorn am 2. Tag geniessen und via Erlebnispfad und Blausee zur Bettmeralp und von da nach Hause (Betten)
  • Ich brauche einen Falteimer, dringend, um die Geissen zu tränken
  • Meine Nikon D300 SLR ist zu schwer um nur einmal ausgepackt zu werden um 3 Fotos zu schiessen …

Resumée

Einfach fantastisch, aber eben eher ein 2-Täger